DSM Plakat-Tipp #3/10: Wieviele Wörter?

Was lang ist eine gute Headline? Diese Frage stellte mir kürzlich eine Teilnehmerin einer Präsentation. Für mich eine willkommene Anregung für einen neuen Plakat-Tipp.

Wollen Sie das Wirk-Optimum aus einem Plakat herausholen, so müssen Sie sich immer wieder bewusst machen:

  1. Das Gehirn nimmt das Plakat in der ersten unbewussten Wahrnehmungsphase nicht als Ganzes wahr. Denn es empfängt nur einzelne Elemente (max. 5; siehe auch den entsprechenden Plakat-Tipp auf dieser Seite) und fügt diese zu einem für das Hirn stimmigen Ganzen zusammen. So muss das entstehende Resultat nicht dem effektiven Plakat entsprechen. Das Gehirn stoppt mit der weiteren impliziten Prüfung, wenn es aus seiner Sicht genügend Input dafür erhielt.
  2. Die Elemente werden primär als Bild wahrgenommen und verarbeitet – ganz besonders die Headline. Dazu spielt die Menge der Worte eine wichtige Rolle. Aber auch das einfache unterbewusste Verstehen der einzelnen Worte ist entscheidend.

Aus diesem Grund ist die richtige Wortmenge in einer Headline besonders wichtig. Dabei gilt:

Zuviele Worte – und die Headline kann nicht mehr bildhaft verarbeitet werden. Fünf Worte sind eine Optimal-Menge. Maximal.

Bildhafte Worte sind besonders wichtig ist. Deshalb nutzen Sie am besten Worte, die „nicht mehr gelesen“ werden müssen. Ihr Gehirn verstehen sie auf einen Blick. Wörter, die diese Qualität nicht besitzen, belasten Ihr Hirn. Also benötigt es mehr Energie. Dies drückt sich in einer Abnahme der Wahrnehmungswahrscheinlichkeit aus.

Hier zwei gute Beispiele aus den STRÖER-Gestaltungstipps für Plakate. Diese basieren auch auf Studien von IKAO, dem Institut für Kommunikations-Analyse und -Optimierung. Die beiden Beispiele funktioneren implizit bestens, indem sie sowohl mit der Anzahl der Worte als auch deren „Bild-Qualität“ zu punkten wissen :

Mehr Tipps, dank denen Sie die Wirkung Ihrer Plakate verbessern, finden Sie hier.